Gestern ist in der taz der Artikel "Trassengebühren für Geschichtsaufarbeitung" erschienen.
Die Deutsche Bahn, die seinerzeit als Reichsbahn u.a. etwa 3 Mio. Juden in KZs gebracht hat (Kopfprämie: Erwachsene 4 Pfennig, Kinder 2 Pfennig) boykottiert wo sie nur kann den Erinnerungszug "Sonderzüge in den Tod". Nicht nur, dass sie sich weder finanziell noch moralisch beteiligt, sie verlangt zwischen 50.000 bis 80.000 € "Stationsgebühren". Über 60 Jahre nach dem Holocaust kann ein Unternehmen noch mit dem Leid der Zwangsarbeiter Geld verdienen.
Die Deutsche Bahn ist noch ein öffentliches Unternehmen. Folgende Leute sitzen im Aufsichtsrat: Dr. Werner Müller (Ex-Energieminister jetzt RAG, Zwangsarbeiterlager zur Kohleföderung), Jürgen Grossmann RWE AG, 3 Zwangsarbeiterlager), Dr. Jürgen Krumnow (Ex-Deutsche Bank, die Deutsche Bank war damals mit Abst im Aufsichtsrat der IG Farben vertreten, der auch für Nazideutschland mit das "Judengold" verkloppte), Dr. Eggert Voscherau (BASF, ehemals IG Farben). Daneben sitzen als gewählte "Volksverteter_innen folgende Personen im Aufsichtsrat: Georg Brunnhuber (MdB, CDU), Jörgen Hennerkes (Sts Bundesverkehrsminister, SPD musste allerdings als Sts ausscheiden), Dr. Axel Nawrath (Sts Bundesfinanzminister, SPD) und die folgenden Gewerkschafter: Norbert Hansen, Horst Hartkorn, Klaus Dieter Hommel, Günter Kirchheim, Lothar Krauß, Virtus Miller, Heike Moll.
Wenn die Bahn noch dem Bund als Eigentümer formal gehört, dann ist Mehdorns zynisches Geldverdienen am Leid der Zwangsarbeiter_innen auch ein klares Statement der Bundesrepublik.
Mittwoch, 23. Januar 2008
Die Bahn ein öffentliches Unternehmen ?
Eingestellt von
Berliner Bündnis gegen Privatisierung
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3 Kommentare:
Infos zur Ausstellung
hier.
Die Leute vom Erinnerungszug haben Tiefensee auch nen netten Brief geschrieben als dieser großzügigerweise die Kosten für Berlin übernahm.
Mehdorn ist immer noch still. Eigentlich super. Vielleicht fliegt er dann endlich der Riesenarsch.
Hat die Bahn eigentlich jemals Entschädigungszahlungen oder so gezahlt und gibt es eine Geschichtsaufarbeitung..?
ja, der Mehdorn. keine ahnung was der sich alles erlauben kann.
das einzig Gute an der Sache ist ja, dass Mehdorn genau das Gegenteil erreicht. Viel Publicity für das Projekt. Die Medien hätten sonst wohl kaum darüber berichtet. Das ist doch erst einmal gut. Auch wenn es natürlich peinlich ist. Aber peinlicher sind ja die Politiker.
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